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Ein Zigarre ist keine Zigarette

Zigarre, Whisky, BuchDas Thema Rauchen ist sicherlich vielschichtig und nicht einfach nur auf dessen gesundheitliche Auswirkungen zu reduzieren. Zumal der Unterschied zwischen einer qualitativ hochwertigen Zigarre und einer herkömmlichen Zigarette in etwa mit dem Unterschied zwischen einem Bentley und einem VW-Beetle zu vergleichen ist. So wie in einer Zigarre und einer Zigarette gleichermaßen Tabak vorhanden ist, gehören Bentley und Beetle zum selben Fahrzeughersteller, nämlich VW. Trotzdem würde niemand ernsthaft auf die Idee kommen, die beiden Fahrzeuge miteinander zu vergleichen.

 

Mythen und Wirklichkeit

Allerdings gibt es bei guten Zigarren auch einige Mythen, die so nicht ganz zutreffend sind. Vor allem die durchaus reizende Vorstellung, dass die Zigarren auf den nackten Schenkeln junger Frauen gedreht werden, entspricht leider nicht der Wahrheit. Trotzdem lohnt es sich, etwa beim nächsten Karibik-Urlaub, eine Zigarrenmanufaktur in Kuba oder der Dominikanischen Republik zu besuchen. Dort zeigt sich sehr gut der Aufbau einer handgedrehten Zigarre, die nicht einfach nur aus Tabakblättern hergestellt wird. Vielmehr unterscheiden sich die ausgewählten Blätter je nach Lage in ihrem Alter, dem Trocknungsgrad und der Zeit der Fermentation. Die genau richtige Kombination wie auch das Anbaugebiet des Tabaks machen eine Zigarre erst zum Spitzenprodukt. Darum sind auch die beiden Karibikstaaten Kuba und Dominikanische Republik absolut führend in der Fertigung hervorragender Zigarren. Auf den beiden größten Inseln der Antillen treffen jahrhundertelange Erfahrung im Tabakanbau auf ein ideales Klima, da auf beiden Inseln Gebirge vorhanden sind, die den Anbau auf verschiedenen Höhenlagen erlauben.

Handwerk oder Industrie

Neben der handgedrehten Zigarre, die aus vollständigen Tabakblättern hergestellt wird, gibt es auch Zigarren, die nur ein komplettes Deckblatt besitzen. Der eigentliche Inhalt besteht aus Tabak-Schnitzeln, ähnlich einer Zigarette. Der Vorteil dieser Fertigung ist natürlich eine preiswertere, weil weitgehend maschinelle Produktion. Bezüglich des Geschmacks muss es nicht unbedingt sein, das diese Zigarre nur aufgrund der Herstellung schlechter ist. Es kommt natürlich auf die verwendeten Tabaksorten an. Allerdings kann mit Tabakschnitzeln leichter manipuliert werden, wobei die großen Zigaretten-Hersteller mit ihren Zusatzstoffen entsprechend schlechte Vorbilder abgeben.
Wie bei vielen anderen Dingen überzeugen die bekannten Zigarren-Marken wie Cohiba, Montecristo, Davidoff, Romeo y Julieta oder Arturo Fuente durch die Qualität ihrer eben handgedrehten Produkte.
Eine gute Zigarre zu rauchen ist auch nicht mit der 5-Minuten-Zigarette während der Arbeit an einer zugigen Ecke zu vergleichen, da Rauchen am Arbeitsplatz so oder so weitgehend verboten ist. Eine gute Zigarre benötigt Zeit und den richtigen Moment, um sie genießen zu können. So passen dazu eine gute Flasche Wein oder ein sehr alter Cognac und ein weitgehend ungestörter Ort, um diese Dinge wirklich zu würdigen. Nur so entfaltet sich der Geschmack der Zigarre und gibt deren verschiedenen Nuancen frei. Es ist einfach die Kombination des Tabaks mit der Kunst der Herstellung, die im Anbau beginnt und mit der sachgerechten Verpackung ihren Abschluss findet. Es ist wie das Aufschlagen eines guten Buches, übrigens ein weiteres, gern genutztes Accessoire während des Zigarren-Genusses. Auch für ein Buch oder andere Druck-Erzeugnisse bestehen Kriterien, deren Einhaltung die Qualität bestimmen. Zu diesem Thema können Sie sich hier weiter informieren. Wer einfach einmal Entspannung vom Alltags-Stress benötigt, ist mit einem guten Buch, einem ruhigen Ort, etwas Feinem zum Trinken und einer guten Zigarre bestens aufgehoben.

Artikelbild 15970050 – Zigarre, Whisky, Buch © Christian Stoll – fotolia.com

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