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Ebay: Betrug mittels Paypal

Ich war wirklich überrascht in welchem Ausmaß bei Ebay Betrüger am Werk sind; dabei wollte ich doch nur drei Amazon Gutscheine verkaufen.
Anlass genug für mich einen Artikel zu verfassen, wie man sich als Verkäufer vor deren Taktiken schützen kann. Waren es früher vor Allem die Käufer die beschützt werden mussten, so sind es heute vermehrt die Verkäufer; denn PayPal, was die Lösung des Problems auf der einen Seite darstellen sollte, erschuf einen Neues auf seiten der Verkäufer.
Wie solche Betrüger dabei vorgehen und wie man sich vor deren Methoden schützen kann, möchte ich in diesem Artikel aufzeigen.

Meine Erlebnisse als Beispiel

Wie gesagt wollte ich bei Ebay lediglich drei Amazon Gutscheine verkaufen: 2×50€ und 1x 20€. Dass dies scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit darstellt, habe ich nicht zu träumen gewagt.
Ich habe also drei Auktionen für diese Artikel erstellt, die jeweils drei Tage laufen sollten. Am Anfang schien alles normal: Einige Bieter, etwas mehr Beobachter und langsam die Gebotserhöhung gen Wert der Gutscheine.
Als ich am Tag des Auktionsende meinen Ebay Account öffnete um den Stand der Dinge zu prüfen, traute ich meinen Augen nicht: die Gebote für einen der 50€ Gutscheine und für den 20€ Gutschein waren mittlerweile auf 351€ gestiegen. Auch der andere 50€ Gutschein war mit 56€ über das Ziel hinausgeschossen.
Mir, als altem Ebay-Hasen, war natürlich sofort klar, dass es sich hier um einen versuchten Betrug handeln wird, ich war aber schon sehr gespannt wie genau die Taktik dafür aussehen sollte.
Dabei wurden die beiden Gebote über 351€ von dem gleichen User abgegeben, der bereits über eine beachtliche Anzahl an Bewertungen verfügte (+500).
Das Gebot über 56€ wurde von einem User abgegeben der gerade einmal über vier Bewertungen verfügte und deren Inhalte nicht für andere Mitglieder einsehbar waren.
Aus diesen Sachverhalten möchte ich euch zwei verschiedene Taktiken der Betrüger erläutern:

 

Betrüger-Taktik 1

Der erste Account, welcher schon über eine Anzahl von mehr als 500 positiven Bewertungen verfügte, war augenscheinlich gehackt und nun in betrügerischer Absicht eingesetzt worden.
Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass glücklicherweise der rechtmäßige Inhaber die Entwendung seines Accounts entdeckte, Ebay sofort reagierte und die beiden Transaktionen annulliert wurden.
Wie wäre es aber ohne das Eingreifen von Ebay weitergegangen?
Ob ihr es glaubt oder nicht; ich hätte meine Zahlung sogar erhalten: mittels PayPal.
Das Problem dabei: Auch bei dem PayPal Konto hätte es sich um einen gehackten Account gehandelt. Wenn dann irgendwann der rechtmäßige Besitzer diese Überweisung durch seinen gehackten Account entdeckt hätte, würde er die Möglichkeiten von PayPal nutzen, um zu reklamieren. Er bekäme sein Geld zurück; ich wäre es wieder los und obendrein meinen Gutschein, da ich diesen ja nach der erfolgten Zahlung normalerweise versandt hätte.

 

Betrüger-Taktik 2

Der zweite Account, mit diesen vier positiven Bewertungen, welche nicht einsehbar waren, wurde hingegen rein in betrügerischer Absicht erstellt. Ich gehe davon aus, dass diese vier Bewertungen von anderen, ebenfalls in betrügerischer Absicht erstellten Accounts, des selben Individuums stammen.
Ich konnte mir dessen aber zu anfangs nicht sicher sein und habe zunächst versucht Kontakt mit diesem Ebayer aufzunehmen. Meine Nachricht wurde aber ignoriert und die 56€ auf meinen PayPal Account überwiesen.
In meinem Ebay Postfach fand ich eine Nachricht mit der Anweisung den Gutscheincode an eine bestimmte E-Mail Adresse zu senden. Natürlich ließ ich das so nicht bestehen und forderte auf freundliche Weise einen Identitätsnachweis, worauf ich eine in schlechtem Deutsch verfasste, belehrende Antwort erhielt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Datei nicht verfügbar

Noch bevor ich antworten konnte, war bei PayPal das überwiesene Geld bereits eingefroren und ein Antrag auf Rückbuchung gestellt worden.
Ob der PayPal Account gehackt oder der Betrüger einfach etwas dämlich war, worauf man aufgrund der Ausdrucksform durchaus schließen könnte, und dachte, er könne sich sein Geld nach Erhalt des Gutscheins einfach so zurückholen, vermag ich nicht zu sagen.
Alle die jetzt meinen, dass sich das ganze aber noch nicht wirklich nach Betrug anhört, sondern vielleicht nur eine Vorsichtsmaßnahme des Käufers darstellte, sei gesagt, dass mir alsbald eine Mitteilung von Ebay ins Postfach flatterte, die mir wieder einmal recht geben sollte: Die Gebote des Mitglieds wurden entfernt, da dieser nicht bei Ebay angemeldet ist. Ich solle allfällige Transaktionen keinesfalls abschließen.

 

Wie kann man sich schützen?

Aus meiner Sicht gibt es nur eine einzige Möglichkeit mit der man solchen Problemen aus dem Weg gehen kann: Bietet nicht die Bezahlung mittels PayPal an, sondern lediglich Vorauskasse. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass kriminelle Individuen euch nicht mit den beschriebenen Techniken betrügen können, sondern diese erst gar nicht bei euren Auktionen mitbieten und ihr euch die Umstände, welche ich hatte, ersparen könnt.
Der Nachteil ist natürlich, dass die Transaktion bis zum Abschluss mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ich finde aber, dass dies einem das geringere Risiko auf jeden Fall wert sein sollte!

 

Schlussworte

Bedauerlichweise ist es so, dass zwar PayPal dem Käufer mehr Schutz bietet, für den Verkäufer aber ein großes Problem darstellen kann. Die Möglichkeit der Vorauskasse ist für den Verkäufer die sicherste Variante, stellt aber wieder für den Käufer ein Risiko dar. Was soll ich sagen? So ist eben das Leben!

Bis zum nächsten Mal

Euer Matthias

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